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Kanarische Inseln

 



Das Kanarische Archipel mit seinen sieben Hauptinseln gehört topographisch zum Afrikanischen Kontinentalrand. Nach Westen fällt das Archipel steil auf über 4000 m Tiefe zum Kanarischen Becken ab, nach Osten sind noch Wassertiefen zwischen 1200 und 1500 m zu verzeichnen.

Entstanden ist die Inselgruppe in mehreren vulkanischen Zyklen, wobei jede Insel seine eigene Evolutionsgeschichte besitzt.

Lanzarote
15.5 Ma
Fuerteventura
20.6 Ma
Gran Canaria
14.5 Ma
Teneriffa
7.5 Ma
La Gomera
12.0 Ma
La Palma
2.0 Ma
Hierro
1.12 Ma

Alter der ältesten datierten Formationen auf jeder Insel.
(aus Carracedo et. al, 1998)

Teneriffa ist mit 2085 km2 die größte Insel der Kanaren. Der Stratovulkan Teide, mit einer Höhe von 3718 m ü.NN, ist der höchste Berg der Kanaren und auch Spaniens. Er liegt in einer Caldera, die zu erlebnisreichen Wanderungen im Nationalpark Las Cañadas del Teide einlädt. Der Gipfel ist auch mit einer Seilbahn erreichbar, allerdings ist diese aus Sicherheitsgründen nur bei gutem Wetter und mäßigen Winden in Betrieb.

Die Gesteinskomplexe Teneriffas haben unterschiedliche Alter und bestehen hauptsächlich aus Basalten, basaltischen Laven und Pyroklastiten. Entstanden sind sie nach Ancochea (1990) während des oberen Miozäns und des unteren Pliozäns. Der jüngste vulkanische Komplex ist der Teide-Pico Viejo Vulkan.

M. Wipki

Quelle: Reflexionsseismische Strukturen der kanarischen Inselflanken. Ein Beitrag zur zeitlichen Entwicklung der Sedimentationsgeschichte des Kanarischen Beckens - Diplomarbeit von Birgit Jacobs

 



Satellitenbild von Teneriffa (Foto: NASA - mit freundlicher Genehmingung)

 



Blick auf den Pico Teide.


 

In der Caldera






Links:


José Mangas Viñuela: Departamento de Física-Geología, Universidad de Las Palmas de Gran Canaria
The Canary Islands Hot Spot

Teide, Teneriffa: Volcanoworld

La Palma: Erforschung einer Vulkaninsel

La Palma: Droht ein La Palma Tsunami?